Der versteinerte Wald – „Bali Alonia“ / Πάρκο Απολιθωμένου δάσους „Μπολή Αλώνια“ befindet sich im wilden Westen der Insel und ist der erste offizielle Freiluft-Besucherpark seiner Art; er wurde bereits im Jahr 1987 gegründet. Genau zwischen den Orten Sigri und Antissa gelegen, gelangt man den gut sichtbaren Schildern „Petrified Forest“ folgend über eine kleine Sackgasse direkt vor den einladenden Eingang des Parks.
Vor etwa 15 Millionen Jahren war Lesvos aufgrund von riesigen Süßwasservorkommen von dichten, tropischen Wäldern überzogen. Schwere, urzeitliche Vulkanausbrüche haben den Wald damals komplett unter Lavamassen und Vulkanasche begraben. Das mineralhaltige Wasser, welches über Tausende von Jahren durch diesen vulkanischen Grund lief, kristallisierte die Stämme der Bäume, und biochemische Reaktionen führten schließlich dazu, dass die Baumstämme vollständig versteinerten.
Bei den wissenschaftlichen Ausgrabungen wurden auch zahlreiche fossile Teile versteinerter Pflanzen gefunden: Früchte, Blätter, Zweige und mächtige Wurzeln, die heute im angeschlossenen Museum ausgestellt sind. Die schiere Anzahl an versteinerten, noch heute aufrecht stehenden Baumstämmen sowie deren exzellenter Zustand ist mehr als beeindruckend. Ein wahres Monument des Waldes ist sicherlich der bisher höchste, stehende versteinerte Baumstamm – ein direkter Vorfahre des heutigen Sequoia-Baumes. Er ist stolze 7,02 Meter hoch und sein Umfang beträgt beachtliche 8,58 Meter.
Heute ist das über 150 Quadratkilometer große Gelände ein wichtiges Naturschutzgebiet und ein geschützter Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren. Für einen geringen Eintritt kann man hier die versteinerten Baumstämme und diverse historische Ausgrabungen bestaunen. Über gut angelegte Wege und Steintreppen wird man anhand von übersichtlichen Nummerierungen sicher durch das Gelände geführt. Sehr beeindruckend – wir haben so etwas Schönes noch nie zuvor gesehen.












